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Saison 2011 / 2012
 HVW Pokal 2. RundeTURA Bergkamen - VfL Eintracht 27:28 (15:14)
![]() Ein knapper Pokalsieg beim Debüt: Der neue VfL-Trainer Khalid Khan, hier mit Ruwen Thoke. Foto: Dietmar Wäsche
von Axel Gaiser/WPEin spätes Erfolgserlebnis feierte Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen beimDebüt des neuen Trainers Khalid Khan: Beim Oberligisten HC TuRa Bergkamensiegten die Gäste im Pokalspiel der zweiten Runde auf westfälischer Ebene nachzwischenzeitlich klarem Rückstand knapp mit 28:27 (14:15). „Der erste kleineSchritt ist gemacht“, freute sich Khan.Die Hagener, die Patrick Lütgenau aufgrund einer leichten Wadenverletzung schonten,
gerieten nach der Pause klar mit 14:19 in Rückstand (34. Minute), Khan bat zur frühen
Auszeit. Bis zum 16:22 (45.) wurde es nicht besser, ehe der neue VfL-Coach die Abwehr
umstellte. Die Maßnahme griff, denn bis zum Schlusspfiff kassierten die Gäste - auch
dank des nun überragend haltenden Sebastian Schmidt - nur noch ein Feldtor. Nach
Ballgewinnen kam der VfL vornehmlich über Tempogegenstöße Tor um Tor heran.
Beim 26:26 (54.) schaffte Ben Schütte in Unterzahl den Ausgleich, dann gelang Nikita
Majstrenko die erste Führung (57.). Zwar glich Bergkamen durch Mats Wiedemann noch
einmal aus, doch Marius Kraus erzielte eine gute Minute vor dem Abpfiff den Hagener Siegtreffer.
Danach wurde es noch einmal hektisch, wegen einer Unsportlichkeit sah Maciej Dmytruszynski
die Rote Karte. Den VfL-Erfolg indes hielt Schmidt fest. „Dass die Jungs sich so schwer getan haben,
nehme ich auf meine Kappe, denn wir haben sehr hart trainiert“, resümierte Khan, „aber am Ende
hatten wir auch deutlich mehr zuzusetzen.“ In Runde drei muss der VfL nun am 18. Februar beim Sieg
er der Partie TV Sachsenroß Hille - ASV Senden antreten.
Eintracht: Schmidt, Quick; Wilhelm (1), Gurol (1), Giela (9/4), Oberste (1), Maystrenko (3),
Dmytruszynski (3), Schütte (3), Thoke (2), Schulte-Berthold, Kraus (5), Zarnekow.
DHB Pokal 1. HauptrundeVfL Eintracht fehlt gegen Potsdam das GlückGut gespielt - aber verlorenvon Rainer Hofeditz/WPDas erste Pflichtspiel der Saison 2011/12 endete für die Drittliga-Handballer des
VfL Eintracht Hagen wie die letzte Vorbereitungspartie zwei Tage zuvor: mit einer
knappen und unglücklichen Niederlage. Zweitligist VfL Potsdam zog durch einen
28:27 (13:16)-Erfolg am Ischeland in die zweite DHB-Pokalrunde ein.
Wie beim 28:29 am Donnerstag an gleicher Stelle gegen den holländischen
Benelux-Meister und EHV-Pokal-Teilnehmer Volendam waren die Eintrachtler
nicht schlechter. „Wir haben heute auch das nötige Glück gehabt“, gab Potsdams
Übungsleiter Rüdiger Bonen nach dem Spiel zu, „Hagen hat eine engagierte
Mannschaft, die gute Konter spielt. Und einen Mittelmann, der das Spiel sehr
gut liest.“ Letzteres ging an die Adresse von Jan Wilhelm, der meist als Regisseur
agierte. „Warum wir auch heute wieder als knapper Verlierer vom Feld gehen, fällt
mir schwer zu erklären“, tat sich das Eintracht-Urgestein mit der Ursachenforschung
schwer. „Das Positive, das wir mitnehmen können, ist, einem Zweitliga-Gegner auf
Augenhöhe Paroli geboten zu haben.“
Zeitweise sogar mehr als das. Nach 28 ausgeglichenen Minuten (13:13) erspielten
sich die Grüngelben von 250 Zuschauern durch Treffer von Ben Schütte und zweimal
Fabian Schulte-Berthold, der eine starke Leistung zeigte, ihre Drei-Tore-
Halbzeitführung.„Super Jungs“, freute sich der verletzte Rückraumakteur Artur Giela
auf der Tribüne. „Besonders die Abwehr steht klasse.“ Großer Rückhalt war
wie schon zwei Tage zuvor wieder Standbye-Torwart-Routinier Björn Minzlaff,
der das Fehlen seines ebenfalls verletzten Nachfolgers Sebastian Schmidt
erneut vergessen ließ.
Nach der Pause kamen die Potsdamer entschlossener und konzentrierter
aus der Kabine, übernahmen beim 18:19 die Führung und bauten sie auf
23:20 (47.) aus. Wobei sie auch davon profitierten, dass die Hausherren zeitweise
beste Chancen liegen ließen. Aber die Gastgeber kämpften sich ins Spiel zurück und
lagen nach Ruwen Thokes dritten Treffer in der 52. Minute wieder vorn (25:24). Die
Partie stand auf des Messers Schneide.
In dieser Phase rückten die Referees Mustafa und Murat Aslandag zunehmend
in den Blickpunkt. Eine von acht Zeitstrafen gegen Hagen (Potsdam bekam vier)
ging an die Bank der Eintrachtler, die sich mehrere Male benachteiligt fühlten. Die
Gäste nutzten ihre neuerliche Überzahl – teilweise spielten sechs Potsdamer
gegen vier Eintrachter – zur 26:25-Führung. Fabian Zarnekow konnte
noch einmal zum 26:26 ausgleichen, sein siebter Treffer zum 27:28 in der
Schlussminute kam zu spät. Routiniert brachten Jan Piske (7), Enrico Bolduan (7/2)
und Co. in den Schlusssekunden den hauchdünnen Vorsprung über die Runden.
Dem VfL Eintracht blieb nur das Lob der siegreichen Brandenburger, vergangene
Saison noch Konkurrent des Zweitliga-Absteigers Wilhelmshaven. „In dieser Verfassung
braucht sich Hagen beim Drittliga-Start nicht vor Wilhelmshaven zu verstecken“, prognostiziert
Potsdams Trainer Rüdiger Bonen für Samstag ein weiteres Duell auf Augenhöhe
in der Enervie Arena.
VfL Eintracht Hagen - VfL Potsdam 27 : 28
-eigener Bericht -
Es war wie am letzten Donnerstag - der VfL zeigte eine starke Leistung - führte
zur Halbzeit mit drei Toren (16:13) - und verließ dennoch als Verlierer die Halle.
Björn Minzlaff mit 20 gehaltenen Bällen überragend - die Abwehr stabil - im
Angriff erneut vier bis fünf 100%ige Chancen ausgelassen. Trotzdem hätte es
reichen können, wenn die Schiedsrichter Murat und Mustafa Aslandag auf die
eine oder andere Zeitstrafe gegen die Grüngelben verzichtet hätten. Solange
auf beiden Seiten sechs Feldspieler auf der Platte standen, hatte der VfL die
Potsdamer im Griff. Die Eintrachtler fanden sofort ins Spiel und hatten ihre
stärkste Phase kurz vor dem Seitenwechsel, als man die Führung auf drei
Tore ausbauen konnte. Direkt nach Wiederanpfiff kam ein Bruch ins Spiel.
Begünstigt durch gegen Hagen ausgesprochene Zeitstrafen - phasenweise
spielte man 4 gegen 6 - konnten sich die Potsdamer absetzen und führten
nach 40 Minuten mit zwei Toren. Aber nicht nur spielerisch, auch kämpferisch
war der VfL Eintracht an diesem Abend gleichwertig. Spielentscheidend
eine Szene beim Stande von 24 : 24 in der 53. Minute. Fabian Zarnekow
erkämpft für die Hagener den Ball, die Schiedsrichter sehen - wahrscheinlich
als Einzige in der Halle ein Foulspiel - die "Bank" beschwert sich, erhält
eine Zeitstrafe und mit 6 gegen 5 können sich die Potsdamer erneut einen
Vorteil erspielen. Aber selbst in Unterzahl kommen die Grüngelben noch-
mals auf ein Tor heran, bevor die achte Zeitstrafe (58. Minute) die Eintrachtler
endgültig auf die Verliererstraße schickt. Daran kann auch die in der 59.
Minute ausgesprochene vierte Zeitstrafe gegen Potsdam nichts mehr ändern.
Durch nicht unterbrochenes Zeitspiel und eine 20 Sekunden vor Ende
genommene Auszeit, retten die Potsdamer den 1-Tore Vorsprung ins Ziel.
Dennoch: Die Grüngelben müssen die Köpfe nicht hängen lassen. Es
war eine Klasse-Leistung. Sebastian Schmidt, Arthur Giela und
Marc Oberste werden wieder zum Kader stoßen und das Team noch
stärker machen. Die Begegnung gegen Potsdam war schon ein Vor-
geschmack auf das, was den VfL in dieser Saison erwartet. Am kommenden
Wochenende startet die Meisterschaftssaison und der erste Gegner, der
seine Visitenkarten in Hagen abgibt, ist der Wilhelmshavener HV. Neun
Spieler des Zweitligakaders sind geblieben - Respekt ja - Angst nein -
schauen wir mal ....
VfL Eintracht Hagen: Minzlaff, Wilhelm (4), Lütgenau (0), Thoke (3),
Dmytruszynski (1), Schütte (3), Schulte-Berthold (6), Kraus (4) und
Zarnekow (6), Wulf (0). Auf der Bank, aber nicht eingesetzt: Treude,
Gurol, Maistrenko und Oberste.
Zeitstrafen: Hagen 8 - Potsdam 4
Schiedsrichter: Aslandag/Aslandag (Duisburg)
Zuschauer: 250
Saison 2010/2011WHV-Pokal 2010/2011:In der ersten Runde haben die Drittligisten noch Pause, die zweite Mannschaft hat ein Freilos zugelost bekommen.Die zweite Runde steigt am Wochenende um den 8. und 9. Januar 2011. Dort hat die zweite Mannschaft ein Heimspiel und die erste Mannschaft ein Freilos.Sollte die zweite Mannschaft die dritte Runde erreichen spielen beide Mannschaften auswärts.---34:35-Pokalniederlage nach Verlängerung : Fans feiern geschlagenes Eintracht-TeamMarc Oberste (am Ball) erzwang mit seinem Tor zum 29:29 die Verlängerung. Am Ende verlor der
VfL Eintracht das Pokalspiel gegen Zweitligist HG Saarlouis mit 34:35.
Hagen. Riesenstimmung in Helfe! Obwohl das Happy End fehlte, wurden die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen gestern Abend am Ende wie die Sieger gefeiert. Im einem nicht alltäglichen Pokalkrimi mussten sich die Gastgeber dem ambitionierten Süd-Zweitligisten HG Saarlouis erst nach Verlängerung mit 34:35 (29:29, 10:16) geschlagen geben.
Kaum einer der 315 Zuschauer hatte mit einem solch furiosen Finale gerechnet. Die Gäste aus dem Saarland führten nach neun Minuten bereits mit 7:2 und behielten die Partie lange im Griff. Zwar hatten die Eintrachtler, die auf Neuzugang Benjamin Göller (verletzt) und Schalksmühle-Rückkehrer Jan Wilhelm (nicht spielberechtigt) verzichten mussten, in der Folgezeit zwischendurch ganz gute Phasen, die sie herankommen ließen (5:8, 9:12), aber die Gäste um Mittelmann Danijel Grgic (6/2 Tore) und den schnellen Linksaußen Andre Lohrbach (12/2) verschafften sich immer wieder Luft (9:16).
15 Minuten vor Schluss schien die Partie beim einem Hagener Rückstand von 17:25 entschieden, in der 54. Minute führte der Favorit immer noch komfortabel mit 28:23. „Aber ein Spiel dauert 60 Minuten“, meinte VfL-Trainer Krzysztof Szargiej später trocken. Umso höher hatten zuvor bei den Fans die Emotionen geschlagen, als Alessio Sideri und Marc Oberste in den letzten 30 Sekunden der regulären Spielzeit einen 27:29-Rückstand in einen 29:29-Gleichstand umwandelten und damit eine zweimal fünfminütige Verlängerung erzwangen. „Wir sind dafür bestraft worden, dass wir für die Galerie spielen wollten und in der Deckung nicht mehr richtig gearbeitet haben“, so erklärte ÂGästeÂcoach Berthold Kreuser den Bruch im Spiel seines Teams.
„Der Ärger überwiegt“In der Zusatzzeit blieb der VfL Eintracht bis zum 33:33 dran und war auch noch nicht geschlagen, als Christoph Wischniewski und Ingars Dude ein 35:33 vorlegten. Pattrick Lütgenau verkürzte mit seinem zehnten Treffer auf 34:35 - dann war Schluss.
„Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man sich so herankämpft wie wir und am Ende dann doch mit einem Tor verliert“, meinte der letzte Torschütze nach dem Spiel. „Der Ärger über die Niederlage ist größer als der Stolz auf die Leistung“, hieb Coach Szargiej in die gleiche Kerbe. „Aber aus solchen Spielen lernen wir.“
Während Saarlouis bereits am kommenden Wochenende in die Punktspielsaison startet, hat der VfL Eintracht bis zum Drittligaauftakt am 10. September in Wermelskirchen noch drei Wochen Zeit.
VfL: Tesch, Minzlaff; Schulte, Lütgenau (10/2), Oberste (7), Sideri (4), Cengiz (6), Kraus (4), Richter (3/1), Kreckler.
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