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3. Liga West Handball-Männer
Heute 18.00 Uhr
SC Bayer 05 Uerdingen - VfL Eintracht Hagen
VfL beeindruckt auch "ohne Sechs"
34:31 Erfolg gegen die HSG Düsseldorf war verdient
Rainer Hofeditz/WP
Vier Tage nach dem sensationellen 32:30-Punktspielerfolg in Wilhelmshaven
hat Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen einen weiteren Achtungserfolg
gelandet: Ein Testspiel gegen Zweitligist HSG Düsseldorf endete mit
einem 34:31 (11:16)-Erfolg.
Zwar kamen dem Zweitliga-16. Düsseldorf - wie berichtet - mit Michael
Hegemann, Ernir Arnarson und Mathias Lenz gerade zwei Feldspieler und
ein Torwart abhanden, aber der Drittliga-13. Hagen musste gleich „ohne Sechs“
antreten. Ruwen Thoke und Ben Schütte fehlten wegen Grippe, Arthur Giela,
Patrick Lütgenau, Michael Wulf und Nikita Maystrenko verletzungsbedingt.
Bei Giela, der in Wilhelmshaven erstmals nach einer Knochenabsplitterung
wieder zum Einsatz kam, hat sich der malade Bereich wieder entzündet.
Ein einmonatiges Sportverbot ist die Folge.
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Doch auch ohne dieses Sextett, dafür wieder mit Kreisläufer Dorian Gollor
und dem Halbrechten Marvin Rosian in der Startformation, hatten die Grüngelben
auch in der ersten Halbzeit schon starke Szenen, ließen aber viele gute Chancen
aus. „Unglaublich, was wir verballern“, haderte Coach Khalid Khan, als Jan Wilhelm
frei am guten HSG-Schlussmann Almantas Salvonis scheiterte. Er war nicht der
einzige, der gute Gelegenheiten liegen ließ. „Wir könnten auch mit 20:16 führen“,
kommentierte Giela den Pausenstand.
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17 Spielminuten sollte es noch dauern, bis die erste VfL-Führung auf der Anzeigetafel
erschien: 25:24 - durch Jan Wilhelm. Zwei Minuten später hatten Gollor und Rosian
schon auf 27:24 erhöht. „Ein physisches Problem haben wir nicht“, meinte
Khalid Khan nach der mit 23:15 gewonnenen zweiten Halbzeit, in der sich
teilweise beeindruckende Kombinationen mit erfolgreichen Schnellangriffen
abwechselten. Torwart Sebastian Schmidt, der nach der Pause
Sidney Quick ablöste, hielt zwei Siebenmeter.
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Am Ende hatte sich der VfL Eintracht den Sieg vor rund 100 Zuschauern
redlich verdient. Auch wenn - so Khan - „das Ergebnis heute absolut
zweitrangig war.“
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VfL: Quick, ab 31. Schmidt; Wilhelm (5), Gurol (2), Gollor (4), Oberste, Rosian (6),
Dmytruszynski (3), Schulte-Berthold (3), Kraus (9/4), Zarnekow (2).
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TV-Bericht Sport Arena
10:19 Minuten vom Sieg in Wilhelmshaven
Rückrunden-Dauerkarte zum Sonderpreis
ab sofort erhältlich
mehr Info? - siehe Tickets
HVW-POKAL
Viertelfinale:
ASV Senden - VfL Eintracht Hagen I
am 17. 2. 2012 um 20.00 Uhr
SV Westerholt - VfL Eintracht Hagen II
Tus Spenge - Bielefeld/Jöllenbeck
TuS Ferndorf - TSG Altenhagen-Heepen
Diese Spiele sind am 18. 2. 2012
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Danke.
Axel Gaiser/WP sprach mit Khalid Khan
Neues Jahr, neuer Trainer: Mit dem Trainingsauftakt beim VfL Eintracht Hagen übernahm
der neue Coach Khalid Khan die sportliche Verantwortung beim abstiegsgefährdeten
Handball-Drittligisten. Unsere Zeitung sprach mit dem 45-jährigen Nachfolger von
Krzysztof Szargiej, von dem sich der Verein vor Weihnachten getrennt hatte.
Frage: Wie war das erste Training mit der neuen Mannschaft?
Khalid Khan: Viel Zeit war ja nicht, da es einiges zu besprechen gab. Es war ein kurzes,
knackiges Training, das Spaß gemacht hat. Arthur Giela war wieder dabei und hat einen
guten Eindruck hinterlassen, ich hoffe er stabilisiert sich. Wenn jetzt noch Ben Schütte
und Maciej Dmytruszynski aus dem Urlaub zurückkommen, sind wir komplett.
Frage: Wie gut kennen Sie Mannschaft und Liga bereits?
Khalid Khan: In der 3. Liga habe ich in dieser Saison einige Spiele gesehen, da ich in
ernsten Verhandlungen mit Wilhelmshaven stand, allerdings keine Partie des VfL Eintracht
darunter. Einen Großteil der Mannschaft kenne ich aber aus Spielen mit Korschenbroich
und Aachen. Jetzt will ich mir erst mal einen Eindruck machen, nach einem Training ist der
natürlich marginal. Nach dem Wochenende mit Pokalspiel und Turnier werde ich mehr sehen.
Grundsätzlich hat die Mannschaft sicher noch Luft nach oben, hat nicht immer an ihrem
Leistungslimit gespielt.
Frage: Wo sehen Sie die wichtigsten Aufgaben der nächsten Zeit?
Khalid Khan: Zunächst müssen wir die athletischen und taktischen Grundlagen für meine
Spielauffassung legen. Dabei will ich das Potenzial hier nutzen und nicht der Mannschaft
ein System aufdrängen, das ich vielleicht woanders habe spielen lassen. Mein Anspruch ist,
die Mannschaft im nächsten halben Jahr zu verbessern, das geht aber nur mit Hilfe aller im
Team - und im Verein. Wenn das gelebt wird, werden wir den Klassenerhalt schaffen.
Frage: Wie kam überhaupt der Kontakt zum VfL Eintracht zustande
und wie sehen Sie die Perspektiven?
Khalid Khan: Über den neuen Sportdirektor Jens Pfänder, zu dem ich über den Deutschen
Handball-Bund intensiven Kontakt habe. Er ist DHB-Lehrwart, ich bin dort in der Aus- und
Weiterbildung tätig, gemeinsam nehmen wir etwa die A-Lizenzprüfungen in Kaiserau ab.
Dazu habe ich zwei Projekte in der Nachwuchsarbeit in Neuss und Rheinhausen, aber
Priorität hat jetzt ganz klar der VfL Eintracht. Der Verein würde gern längerfristig mit mir
zusammenarbeiten. Ich werde beobachten, ob es funktioniert, grundsätzlich kann ich es
mir sicher vorstellen. Hagen ist ein Traditionsverein, die Installierung eines Sportdirektors
war ein wichtiger Schritt. Aber auch Jörg Brodowski, Detlef Spruth oder Gustl Wilke denken
in die richtige Richtung. Es reicht nicht, jetzt nur einen Trainerwechsel-Effekt zu haben und
dann kommt wieder heiße Luft. Mein Anspruch ist, dass die Veränderung nicht nur temporär ist.
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